Fahrtenbuch: Ordnung muss sein!

Fahrtenbuch: Ordnung muss sein!

Dass ein Fahrtenbuch steuerlich nur dann erkannt wird, wenn es fortlaufend und zeitnah geführt wird, ist scheinbar noch immer nicht jedem bekannt. Anders lässt sich der folgende Fall kaum erklären.

Betroffen war ein Fahrzeug der Luxusklasse: ein Maserati mit einem Listenpreis von 116.000 Euro. Da schaut das Finanzamt ohnehin schon ganz besonders genau hin, denn zu groß ist die Vermutung, dass ein solches Fahrzeug auch gern ein großem Umfang privat genutzt wird. Umso wichtiger ist es also, dass ein hieb- und stichfestes Fahrtenbuch vorgelegt wird – denn die pauschale 1%-Regelung ist hier extrem teuer (falls Sie gerade ein bisschen Zeit haben und sich einen Eindruck über Preise und Ausstattung machen möchten: hier geht es zum Maserati-Konfigurator!).

Der Arbeitnehmer, der diesen schicken Firmenwagen auch privat fahren durfte, legte beim Finanzamt zur Ermittlung des zu versteuernden Privatanteils ein Fahrtenbuch vor, das das Finanzamt für nicht ordnungsgemäß hielt. Auch das Finanzgericht kam nach Überprüfung des Fahrtenbuchs zu dem Ergebnis, dass es nicht ordnungsgemäß sei.

Interessant ist dabei, wie dreist der Arbeitnehmer vorgegangen sein muss. Denn das für die Eintragungen verwendete Formularbuch war erst nach den Streitjahren in den Handel gekommen. Daraus folge, so die Finanzrichter, dass die Aufzeichnungen nicht (wie erforderlich!) zeitnah, sondern erst nachträglich erstellt worden seien. Außerdem habe der Arbeitnehmer des Öfteren keine konkreten Angaben zum Ziel und/oder Zweck der Reise gemacht. Einige Fahrten könnten schon gar nicht stattgefunden haben, weil der Maserati nachweislich in der Werkstatt bzw. bereits verkauft gewesen sei (FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.11.2017, 5 K 1391/15).

Aktuelle BFH-Rechtsprechung zum häuslichen Arbeitszimmer

Vor kurzem hat sich der BFH zur Frage von Arbeitszimmern an zwei Wohnsitzen und zur der  Voraussetzung „kein anderer Arbeitsplatz“ geäußert. Welche Auswirkungen die Urteile in der Praxis haben und welche Gestaltungsmöglichkeiten sich anbieten, wird im Folgenden dargestellt.

 

1. Nutzung mehrerer Arbeitszimmer führt zu keiner Erhöhung des Abzugshöchstbetrags

Mit Urteil vom 9.5.2017 (VIII 15/15) hat der BFH entschieden, dass der personenbezogene Höchstbetrag in § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 3 EStG i. d. F. des JStG 2010 den Abzug von Aufwendungen eines Steuerpflichtigen auch bei der Nutzung von mehreren häuslichen Arbeitszimmern in verschiedenen Haushalten typisierend auf 1.250 EUR begrenzt.

Der Kläger erzielte Einkünfte aus selbstständiger Arbeit

Der Kläger erzielte im Zusammenhang mit der Durchführung von Seminaren und Fortbildungsveranstaltungen für Steuerberater Einkünfte aus selbstständiger Arbeit. Er unterhielt zwei Wohnsitze. In seiner Gewinnermittlung für das Streitjahr 2009 erfasste er Aufwendungen für die in den zwei Wohnungen genutzten Arbeitszimmer i. H. v. 1.783,05 EUR und 791,28 EUR als Betriebsausgaben. Das FA erkannte lediglich die Kosten für ein Arbeitszimmer an. Mit seiner Revision trug der Kläger vor, dass nach seiner Auffassung die Abzugsbeschränkung objektbezogen ausgestaltet sei, und ihm der gesetzliche Höchstbetrag für jedes Arbeitszimmer zustehe.

BFH: Personenbezogener Höchstbetrag

Der BFH hat in dem Urteil erneut klargestellt, dass es sich bei der Beschränkung des Betriebsausgabenabzugs gemäß § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 3 EStG für ein häusliches Arbeitszimmer um einen personenbezogenen Höchstbetrag handelt. Dies kann sich positiv oder – wie im vorliegenden Fall – auch negativ für den Steuerpflichtigen auswirken. Nutzen mehrere Steuerpflichtige ein häusliches Arbeitszimmer gemeinsam, kann jeder Nutzende die Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer bis zum Höchstbetrag des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 EStG geltend machen. Erforderlich hierfür ist, dass er die Aufwendungen selbst getragen hat und die Voraussetzungen für den Betriebsausgabenabzug in seiner Person erfüllt (BFH, Urteil vom 15.12.2016, VI R 53/12, Haufe Index 10310343).

Negative Auswirkung im entschiedenen Fall

Diese personenbezogene Betrachtungsweise hat sich im vorliegenden Fall für den Steuerpflichtigen negativ ausgewirkt. Zwar ist der Betriebsausgabenabzug nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 EStG nicht auf den Abzug von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer beschränkt. Das Wort „ein“ ist nicht als Zahlwort, sondern als unbestimmter Artikel zu verstehen. Jedoch ist der Betriebsausgabenabzug durch den gesetzlichen Höchstbetrag begrenzt, auch wenn der Steuerpflichtige mehrere häusliche Arbeitszimmer nutzt. Dieser personenbezogene Höchstbetrag beschränkt den Abzug der Betriebsausgaben unabhängig von der Zahl der tatsächlich genutzten häuslichen Arbeitszimmer auf 1.250 EUR. Dies gilt auch dann, wenn in einem Veranlagungszeitraum zwei Arbeitszimmer im gleichen Haushalt oder (z. B. durch einen Umzug veranlasst) zeitlich gestaffelt zwei Arbeitszimmer in zwei verschiedenen Haushalten genutzt werden.

Auswirkungen der Entscheidung in der Praxis

Wenn Stpfl. einen gemieteten Wohnsitz und einen Wohnsitz mit Eigenheim haben und in jedem der beiden Wohnsitze ein Arbeitszimmer nutzen, sollten sie in der Steuererklärung für das Arbeitszimmer im Eigenheim als Arbeitnehmer besser keine Werbungskosten geltend machen. Verkaufen sie nämlich das Haus innerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist, wird das Finanzamt für den auf das Arbeitszimmer entfallenden Veräußerungsgewinn Steuern verlangen, weil dieser Raum nicht Wohnzwecken dient (BMF, Schreiben vom 5.10.2000, IV C 3 – S 2256 – 263/00, Tz. 5.2, Haufe Index I448469). Diese „Spekulationsbesteuerung“ wird selbst dann vorgenommen, wenn der Werbungskostenabzug für das Arbeitszimmer auf 1.250 EUR begrenzt ist (FG Münster, Urteil vom 28.8.2003, 11 K 6243/01 E, Haufe Index 1063560).

Praxis-Tipp: Spekulationsbesteuerung verhindern

Wurden dem FA Finanzamt in der Vergangenheit sowohl die Kosten für das Arbeitszimmer in der gemieteten Wohnung als auch im Eigenheim mitgeteilt, kann  die Spekulationsbesteuerung für das Arbeitszimmer im Eigenheim noch verhindert werden, wenn

  • das Eigenheim erst nach Ablauf der Spekulationsfrist veräußert wird, oder
  • das Arbeitszimmer im Eigenheim aufgegeben wird. Wurde das Arbeitszimmer im Jahr des Verkaufs und in den beiden vorangegangenen Jahren privat genutzt, ist für diesen Raum keinen Spekulationsgewinn zu versteuern. Teilen Sie dem Finanzamt am besten schriftlich mit, dass Sie den Raum nicht mehr als Arbeitszimmer nutzen.

Nutzung durch verschiedene Personen an verschiedenen Wohnsitzen

Die BFH-Entscheidung zum 1.250 EUR-Höchstabzugsbetrag für 2 Arbeitszimmer greift dann nicht, wenn jedes der beiden Arbeitszimmer von einer anderen Person genutzt wird. Es ist nämlich bisher schon so, dass Sie zwei Arbeitszimmer in einem Haus steuermindernd geltend machen können, wenn z. B. Ihr Ehepartner eines benötigt (kein anderer Arbeitsplatz) und Sie auch.

Das müsste auch bei zwei Wohnsitzen mit jeweils einem häuslichen Arbeitszimmer zutreffen. Nutzt einer der Partner das Arbeitszimmer an Wohnsitz 1 und der Andere nur das an Wohnsitz 2, müssten Sie für beide Arbeitszimmer jeweils bis zu 1.250 EUR an Werbungskosten geltend machen dürfen.

Praxis-Tipp: Tagebuch führen

Damit das Finanzamt dieser Argumentation jedoch vom Grundsatz her Glauben schenkt, sollten Sie für beide Arbeitszimmer eine Art Tagebuch führen. Vermerken Sie darin, wer das Arbeitszimmer wann zu welchen Zwecken genutzt hat. Dem doppelten Abzug von 1.250 EUR im Jahr dürfte nichts entgegenstehen, wenn aus den Aufzeichnungen klar hervorgeht, dass jeder Partner nur ein Arbeitszimmer nutzt.

Vermietung eines Arbeitszimmers an den Arbeitgeber

Die Vermietung eines der beiden Arbeitszimmer an den Arbeitgeber führt zu folgendem Ergebnis:

  • Für das Arbeitszimmer, das Sie nicht an den Arbeitgeber vermieten, können Sie Werbungskosten bis zum Höchstbetrag von 1.250 EUR abziehen.
  • Für das Arbeitszimmer, das Sie an Ihren Arbeitgeber vermietet haben, erzielen Sie Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Von den Mieteinnahmen können Sie alle arbeitszimmerrelevanten Ausgaben abziehen und entsprechende Verluste aus Vermietung und Verpachtung geltend machen.

2. Einmal „kein anderer Arbeitsplatz“ reicht für 1.250 EUR-Abzug

In einem Urteil vom 25.4.2017 (VIII R 52/13, Haufe Index 10985131) hat der BFH entschieden, dass der gemäß § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 3 EStG i.d.F. des JStG 2010 geltende Höchstbetrag abziehbarer Aufwendungen in Höhe von 1.250 EUR bei der Nutzung eines häuslichen Arbeitszimmers im Rahmen mehrerer Einkunftsarten nicht nach den zeitlichen Nutzungsanteilen in Teilhöchstbeträge aufzuteilen ist. Er kann durch die dem Grunde nach abzugsfähigen Aufwendungen in voller Höhe ausgeschöpft werden.

Kläger hatte Einkünfte aus nichtselbstständig und selbstständiger Tätigkeit

Der Kläger war im Streitjahr in Vollzeit nichtselbstständig tätig. Daneben erzielte er als Schriftsteller Einkünfte aus selbstständiger Arbeit. Er machte Betriebsausgaben für das häusliche Arbeitszimmer in Höhe des Höchstbetrags von 1.250 EUR gemäß § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG i.d.F. des JStG 2010 bei seinen Einkünften aus selbständiger Arbeit geltend, die das FA im Rahmen der Einspruchsentscheidung insgesamt nicht zum Abzug zuließ. Das FG ließ bei den Einkünften aus selbständiger Arbeit Betriebsausgaben für das häusliche Arbeitszimmer in Höhe von 625 EUR zum Abzug zu.

BFH: Aufwendungen sind aufzuteilen

Die für das häusliche Arbeitszimmer getragenen Aufwendungen sind entsprechend den tatsächlichen Nutzungsanteilen auf die verschiedenen Einnahmequellen und Einkünfte aufzuteilen, unabhängig davon, ob die Aufwendungen im Rahmen dieser Einkunftsart dem Grunde nach abzugsfähig sind.

Der BFH begründet seine Entscheidung damit, dass Aufwendungen fürs häusliche Arbeitszimmer zwar zeitanteilig aufzuteilen und den verschiedenen Einkunftsarten zuzuordnen sind. Es ist aber nicht so, dass der Höchstbetrag – unter Bildung von Teilhöchstbeträgen – auf die verschiedenen Einkunftsarten aufzuteilen ist. Dafür gibt es weder einen gesetzlichen Anhaltspunkt noch einen anderen Grund. Somit ist der Höchstbetrag von 1.250 EUR einerseits nicht mehrfach zu gewähren, wenn ein Arbeitszimmer im Rahmen mehrerer Einkunftsarten genutzt wird, für die jeweils kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Er ist aber auch nicht aufzuteilen und den jeweiligen Nutzungen im Rahmen der verwirklichten Einkunftsarten in Teilhöchstbeträgen zuzuordnen. Die dem Grunde nach abzugsfähigen und auf verschiedene Einkunftsarten entfallenden Aufwendungen können vielmehr insgesamt bis zum Höchstbetrag von 1.250 EUR abgezogen werden, wenn bei einer Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht

Praxis-Tipp: Höchstbetrag wird nicht gekürzt

Nutzen Sie ein häusliches Arbeitszimmer sowohl für eine nichtselbstständige als auch eine selbstständige Tätigkeit, muss Ihnen das Finanzamt den Abzug von 1.250 EUR auch dann gewähren, wenn Sie nur für die selbstständige Tätigkeit den Abzugstatbestand „kein anderer Arbeitsplatz“ erfüllen. Die zeitanteilige Nutzung für die nichtselbstständige Tätigkeit darf sich nicht darin niederschlagen, dass der Höchstbetrag entsprechend gekürzt wird.

 

Quelle:

https://www.haufe.de/steuern/rechtsprechung/Aktuelle-BFH-Rechtsprechung-zum-haeuslichen-Arbeitszimmer_166_421858.html?ecmId=24149&ecmUid=3802870&chorid=00511434&newsletter=news%2FPortal-Newsletter%2FSteuern%2F53%2F00511434%2F2017-08-22%2FTop-News-Aktuelle-BFH-Rechtsprechung-zum-haeuslichen-Arbeitszimmer

Wahlprogramme: Steuerpolitische Eckpunkte

Am 24. September 2017 findet die Bundestagswahl statt. Inzwischen haben die Parteien ihre Wahlprogramme vorgelegt. Die Steuerpolitik spielt darin eine wichtige Rolle. Im folgenden eine Übersicht für Privatpersonen:

Familienförderung

CDU/CSU

Baukindergeld i.H.v. 1.200 Euro jährlich pro Kind über zehn Jahre, für Kaufverträge/Baugenehmigungen nach dem 01.07.2017, für Neu- und Bestandsbauten.
zweistufige Erhöhung des Kinderfreibetrags auf das Niveau des Erwachsenenfreibetrags und entsprechende Anhebung des Kindergelds (1. Stufe monatlich 25 Euro; 2. Stufe spätestens in darauffolgender Legislaturperiode).
SPD

Familientarif mit Kinderbonus statt Ehegattensplitting. Jedes Elternteil kann 150 Euro pro Kind von Steuerlast abziehen. Übertragung von 20.000 Euro zwischen den Ehepartnern. Bestandschutz für Ehegatten im bisherigen Splittingmodell.
Zusammenfassung von Kindergeld und Kinderzuschlag zum erweiterten Kindergeld.
Familienbaugeld für Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen beim Erwerb von Wohneigentum.
Die Grünen

Abschaffung des Ehegattensplittings und Übergang zur Individualbesteuerung. Bereits verheiratete/verpartnerte Paare haben Wahlrecht, einkommensunabhängige Kindergrundsicherung statt Kindergeld und Kinderfreibeträge.

FDP

Splittingverfahren bleibt bestehen; Anhebung der Kinderfreibeträge; Betreuungskosten bis zum Höchstbetrag voll absetzbar; Abschaffung der Steuerklasse V.

Die LINKE

Ehegattensplitting ersetzen, nicht ausgeschöpftes steuerliches Existenzminium zwischen Eheleuten übertragbar.
Kindergeld auf 328 Euro erhöhen.

Abgeltungsteuer

CDU/CSU

Abschaffung, wenn international ein funktionierender Informationsaustausch der Finanzbehörden besteht. Übergang zu einer individuellen Besteuerung. Steuerlich vorbelastete Kapitalerträge sollen nicht benachteiligt werden.

SPD

Abschaffung.

Die Grünen

Abschaffung. Kapitalerträge sollen wieder dem normalen, persönlichen Einkommensteuersatz unterliegen.

FDP

K.A.

Die LINKE

Abschaffung. Einschränkungen bei der Verrechnung von Verlusten dem Sparerpauschbetrag bleiben bestehen.

Einkommensteuertarif

CDU/CSU

Steuersenkungen für alle (15 Mrd. Euro durch die Einkommensteuer) / keine Steuererhöhungen / keine Steigerung der Steuerquote.
3. Tarifstufe erst bei einem zu versteuernden Einkommen (zvE) von 16.625 Euro statt 14.000 Euro.
Spitzensteuersatz (42%) erst bei einem zvE von 60.000 Euro statt 54.000 Euro.
SPD

Steuerentlastung 10 Mrd. Euro. Keine Steuerentlastungen mit der Gießkanne. Arbeitnehmer mit mittleren und kleinen Einkommen, Familien und Alleinerziehende stehen im Vordergrund.
Entlastung durch Abschmelzung des Mittelstandsbauchs. Steuersatz von 42% ab einem zvE i.H.v. 60.000 Euro.
Weiterer linear/progressiver Anstieg des (Spitzen-)Steuersatzes bis auf 45% bei einem zvE i.H.v. 76.200 Euro.
Reichensteuersatz von 48% oberhalb einem zvE i.H.v. 250.000 Euro.
Ehegattensplitting (vgl. Familienförderung)
Die Grünen

Kleine, mittlere Einkommen durch Erhöhung des Grundfreibetrags entlasten
Spitzensteuersatz oberhalb von 100.000 Euro an zu versteuerndem Single-Einkommen erhöhen.
FDP

Einkommensteuersenkung für alle, Volumen 30 Mrd. Euro.
Belastungsgrenze für die direkten Steuern und Sozialabgaben von 50% in Grundgesetz verankern.
Tarif „nach rechts verschieben, Mittelstandsbauch abflachen.“
Dauerhafter Einstieg in eine regelmäßige Anpassung des Steuertarifs an die Inflation (Tarif „auf Räder stellen“).
Die LINKE

Entlastung für alle bis zu einem monatlichen Bruttoverdienst von bis zu 7.100 Euro (Steuerklasse 1).
Grundfreibetrag bis zu einem zvE von 12.600 Euro.
Spitzensteuersatz von 53% oberhalb eines zvE von 70.000 Euro.
Reichensteuer i.H.v. 60% oberhalb eines zvE von 260.533 Euro, 75% ab 1.000.000 Euro.
Solidaritäts-zuschlag

Vgl. Unternehmen Steuertarif

Quelle:
https://www.haufe.de/steuern/gesetzgebung_politik/Steuerpolitische-Eckpunkte-der-Wahlprogramme_168_421042.html?ecmId=23166&ecmUid=3802870&chorid=00511434&newsletter=news%2FPortal-Newsletter%2FSteuern%2F53%2F00511434%2F2017-08-08%2FTop-News-Steuerpolitische-Eckpunkte-der-Wahlprogramme

Ab 2018 können Sie Ihren Laptop und vieles mehr sofort absetzen

GWG – Aktuelle Grenzen und Praxistipps

Wer schon Arbeitsmittel wie Smartphones, Laptops oder Schreibtischstühle bei der Steuer abgesetzt hat, kennt das Problem. Sobald der Kaufpreis höher ist als 487,90 Euro (410 Euro netto), können Sie den Betrag nicht komplett in der Steuererklärung geltend machen. Das Finanzamt verlangt eine zeitanteilige Aufteilung über mehrere Jahre (Abschreibung). Das ist ärgerlich, denn das Geld ist schließlich schon ausgegeben und die nächste Neuanschaffung ist kürzer als die Abschreibungsdauer.

 

Die gute Nachricht

Ab 2018 steigt die Abschreibungsgrenze erheblich. Dann können Sie solche Arbeitsmittel bis zu 952 Euro (800 Euro netto) sofort absetzen, folglich viele Laptops und sogar das neueste iPhone. Die Regel gilt für Selbstständige wie Arbeitnehmer. Es könnte sich also für Sie lohnen, Ihren neuen Laptop oder den neuen Schreibtisch erst im Januar 2018 anzuschaffen.